|
Landwirtschaft
Wenn für Baden-Württemberg geworben
wird, dürfen schöne Ansichten von "blühenden Landschaften"
mit Wiesen, Feldern
und Wäldern nicht fehlen. Denn rund 48 Prozent der Landesfläche
entfallen auf Landwirtschaft und Weinbau.
Das
Land ist zwar ein wichtiger Industriestandort, aber
die
Landwirtschaft hat in den Landkreisen von Baden-Württemberg
nach wie vor einen hohen Stellenwert - auch
wenn die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe als Folge des Strukturwandels
seit Jahren immer weiter zurückgeht. Rund 60.000 landwirtschaftliche
Betriebe gibt es zurzeit in Baden-Württemberg, vor zehn Jahren (1995)
waren noch 95.000 Betriebe registriert. Rund 208.000 Arbeitskräfte
verdienen in Baden-Württemberg ihr "täglich Brot"
durch Arbeit in der Landwirtschaft. Die Bewirtschaftung von Wiesen und
Feldern erfolgt - oft seit Generationen - überwiegend im Familienbetrieb.
Die
Förderung des ländlichen Raumes zählt zu den generellen
Aufgaben der Landratsämter. Das Landwirtschaftsamt der Kreisbehörde
ist zuständig für alle Belange der Landwirtschaft - von der
Umsetzung der EU-Gesetze im Agrar-Bereich bis zur Förderung der regionalen
Erzeugnisse. Die Landwirtschaftsämter informieren die Landwirte,
beraten und helfen bei der Antragstellung, tragen mit Öffentlichkeitsarbeit
zum Verständnis für die Aufgaben und Probleme der Landwirtschaft
bei und bieten Weiterbildungsangebote für Landwirte und Landfrauen
an.
Durch
den Strukturwandel wird die Offenhaltung der Landschaft und der Erhalt
der Landschaftsstruktur immer mehr zur Aufgabe für die Landwirtschaftsämter.
Die Landkreise entwickeln und unterstützen Projekte zur Offenhaltung
der Landschaft. Ein Beitrag zur Förderung der Landwirtschaft und
zur Stärkung des ländlichen Raumes sind Beispiele zur Direktvermarktung
landwirtschaftlicher Produkte.
Der
Erhalt der Landwirtschaft mit ihren Wiesen,
Feldern und
Weiden ist eine wichtige Voraussetzung
für Baden-Württemberg als Tourismusland:
Die abwechslungsreiche Landschaft leistet aber auch einen direkten Beitrag
für die Lebensqualität der Kreisbewohner und
der "Städter", die sich nach Feierabend und am Wochenende
außerhalb der Ballungsräume in der vielfältigen und abwechslungsreichen
Natur erholen wollen.

|