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Der Landkreis als Forum
Es ist erfreulich, dass in den vergangenen Jahren
die Zahl der bürgerschaftlich engagierten Menschen insgesamt zugenommen
hat.
Mehr
als ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger sind derzeit regelmäßig
in klassischen Ehrenämtern, sozialen Initiativen und Selbsthilfegruppen
tätig. Untersuchungen belegen, dass
noch einmal so viele zu einem Engagement bereit wären, wenn sie besser
über bestehende Angebote informiert und direkt angesprochen würden.
Hier liegt ein erhebliches Potenzial, das zum Nutzen aller aktiviert werden
kann - nicht zuletzt auch durch Fortbildungen, Seminare und Tagungen für
die ehrenamtlich Tätigen.
Bürgerschaftliches
Engagement, insbesondere die Bildung neuer Netzwerke, setzt jedoch
in weiten Bereichen soziale und administrative Infrastruktur voraus. Die
Landkreise in Baden-Württemberg sind sich ihrer Verantwortung und
ihrer die Gemeinde- und Stadtgrenzen überschreitenden Kompetenz bewusst.
Schon lange Zeit fördern und unterstützen sie die Bereitschaft
der Bürgerinnen und Bürger, ihre
Kräfte, ihr Wissen und ihr Können zum Wohle Aller einzubringen.
Die Landkreise sind zusammen mit den Kommunen Forum einer modernen Bürgergesellschaft.
So
initiieren und begleiten die Landkreise Gründungsinitiativen.
Sie unterhalten zum Beispiel Kontakt- und Informationsstellen für
Selbsthilfegruppen (KISS). In kurzer Zeit haben sich in einigen Landkreisen
mehr als 200 aktive Selbsthilfegruppen gegründet, deren Kontaktadressen
in einem Selbsthilfewegweiser zusammengefasst wurden und für die
breite Öffentlichkeit zugänglich sind.
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